„Night Flight to Berlin“ im Panke-Museum

Am 10. November 2013 waren wir zur Ausstellungseröffnung „Night Flight to Berlin“ ins Panke-Museum eingeladen. Anhand von Dokumenten und Ausstellungsstücken über drei Generationen wurde eine jüdische Familie mit Namen „Less“ und „van der Zyl“ vorgestellt.

Am 10. November 2013 waren wir zur Ausstellungseröffnung „Night Flight to Berlin“ ins Panke-Museum eingeladen. Anhand von Dokumenten und Ausstellungsstücken über drei Generationen wurde eine jüdische Familie mit Namen „Less“ und „van der Zyl“ vorgestellt.
 
In Weißensee betrieb die Familie Less in der Berliner Allee ein gutgehendes Geschäft für Herren- und Knabenbekleidung. Sie mussten mit der 1935 geborenen Tochter nach England emigrieren. Der Schwiegersohn, der Rabbiner Werner van der Zyl, konnte auch noch rechtzeitig Deutschland verlassen und ist in England Mitbegründer  des Leo Beack College in London geworden.  Auf einer Tafel im Mittelraum der Ausstellunghalle fielen uns Hinweise und ein Foto von 1940 auf über die internierten Juden auf der Isle of Man auf, wo der Rabbiner tätig war.
 
Wir verfügen über ein Gedicht von Rudolf Majut, wo er sein Wirken als evangelischer Seelsorger für 300 Gefangene beschreibt und wie eine gemeinsame Weihnachtsfeier  für diese Menschen vorwiegend Juden und wenig Christen zu einer bewegenden  Begegnung  wird.
 
Rudolf Majut wurde 1933 als Lehrer am Friedrich-List-Gymnasium in Berlin-Niederschönhausen wegen jüdischer Abstiammung entlassen und ist später ebenfalls nach England gelangt, nachdem er Theologie studiert hatte.
 
Aus England waren anwesend Frau Nikki van der Zyl, die Tochter des Rabbiners und der Rabbiner Maurice Michaels. Aufgrund von Recherchen über Jahre hinweg hatte der Autor und Regisseur Michael Stauven die Familiengeschichte erfahren und dem Museum empfohlen.
 
Nach der Ausstellungseröffnung kam ich mit einem jungen Mann aus Frankfurt am Main ins Gespräch, der zum Freundeskreis der Aussteller gehört, Er machte  mich daraufhin mit Frau Nikki van der Zyl bekannt. Sie interessiert sich für das Gedicht.
 
Christel Liebram

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